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Endoprothetik

Anwendung

Ein Gelenksersatz ist dann notwendig, wenn die Abnützung bzw. Zerstörung des Knies so fortgeschritten ist, dass ein gelenkserhaltender Eingriff nicht mehr möglich ist. Es gibt unterschiedliche Grade der Zerstörung des Kniegelenks.

Einseitiger Oberflächenersatz: Hierbei ist eine Seite des Kniegelenks zerstört (häufig die innere). Die Bänder, der andere Gelenksanteil und die Kniescheibe sind jedoch noch funktionsfähig. Die Prothese wird auf eine der Oberschenkelrollen aufgesetzt = Schlittenprothese.

Kompletter Oberflächenersatz: Falls zusätzlich die Knorpelschicht der Kniescheibe, die an der Vorderseite des Oberschenkelknochens auf- und abgleitet, zerstört ist, wird diese defekte Seite durch eine Kunststoffplatte ersetzt.

Vollständiger, achsgeführter Gelenksersatz: Sind das gesamte Kniegelenk, der Gelenksknorpel und die Bänder zerstört oder besteht eine Achsabweichung zwischen Ober- und Unterschenkelknochen über 30 Grad, ist die Stabilität nicht mehr gewährleistet. Die scharniergesicherte Prothese übernimmt hierbei auch die Funktion der Bänder. Größere Knochenteile werden entfernt und eine Stielprothese in den Ober- und Unterschenkel eingesetzt.

Weitere Anwendungsbereiche: Kreuzbandrekonstruktion, Knorpelrekonstruktion

Operationsverlauf

Je nach Grad der Abnützung dauert die Operation ungefähr 90 Minuten und wird schmerzfrei unter Voll- oder Teilnarkose durchgeführt. Ausschlaggebend für die Festlegung des Kniegelenkersatzes ist der Umfang der Zerstörung der Gelenkanteile. Knorpelreste, unförmige Knochenteile und der Meniskus werden bei der Operation entfernt. Der Kochen wird so präpariert bzw. vorbereitet, dass die entsprechende Prothesenform perfekt passt. Nachdem der korrekte Sitz und die gute Beweglichkeit überprüft wurden, wird die Originalprothese eingesetzt und fixiert. Nach der Operation werden Drainagen gelegt, um das Abflieβen des Blutergusses zu ermöglichen. Die Knieöffnung wird dann schichtweise zugenäht.

Nachsorge

Der Erfolg und die Haltbarkeit des Kniegelenks hängen entscheidend von der Nachbehandlung bzw. vom Verhalten danach ab. Mit Hilfe des Physiotherapeuten erlernt man, das Kniegelenk wieder vollständig zu nützen.

 

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